Handdruckspritze

Archivailiennummer 188012, Illuatration der Feuerspritze

Funktionsweise:
Eine Feuerspritze oder Handdruckspritze ist eine mit Muskelkraft betriebene Feuerlöschpumpe, die zur Brandbekämpfung verwendet wurde. Die Handdruckspritze aus Hebenshausen war ein größeres Modell, welche auf einem zweirädrigen Karren montiert war und mit Pferden zu weiter entfernten Brandstellen gezogen werden konnte. Diese Feuerspritze musste nicht mehr mit Wasser durch Ledereimer befüllt werden, sondern besaß schone eine Saugvorrichtung mit Ansaugschlauch. Zur Wasserförderung mussten bis zu acht Kameraden gleichzeitig pumpen. Diese Arbeit war anstrengend und die Feuerwehrkameraden musste nach einiger Zeit abgelöst werden. Weiterhin konnten an diese Feuerlöschpumpe Schläuche mit Drehverschluss angeschlossen werden. Zur Wasserabgabe befand sich am anderen Ende des Schlauches ein Strahlrohr, mit dem das Wasser auf das Feuer gespritzt wurde.

Anschaffung:
Über Anschaffung der Feuerwehrspritze ist leider sehr wenig bekannt. Es sind keine Dokumente vorhanden und das einzig erhaltene Foto der Handdruckspritze hat Hermann Meier aus der Bachstraße aufgehoben. Bisher konnten wir nicht herausfinden um welches Modell es sich handelt, wann diese Feuerspritze gekauft wurde und auch der endgültige Verbleib ist ungeklärt. Nur der Hersteller der Feuerspritze ist bekannt, es handelt sich um die Firma Henschel aus Kassel.
Man kann sicher annehmen, dass die Anschaffung der Feuerspritze weit nach der Errichtung des Spritzenhauses 1843 erfolgte.

Verbleib:
Die Feuerwehrspritze wurde nach dem 2. Weltkrieg durch eine motorisierte Pumpe ersetzt. Im Zuge der Anschaffung wurde eine Rückgabe an die Firma Henschel vereinbart. Diese Information ist in der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr noch mündlich bekannt. Diese Rückgabe an die Firma Henschel ist sicherlich auch erfolgt. Die Feuerspritze wurde Jahre später bei einem Fest-Umzug in Kassel, als historisches Feuerlöschgerät, von einer nicht mehr bekannten Gruppe mitgeführt, und von einigen Hebenshäusern – an einer reparierten Achse – wiedererkannt. Um eine Rückführung kümmerte sich damals leider niemand. Seit diesem Ereignis ist die Feuerspritze verschollen.
Im Technikmuseum der Firma Henschel aus Kassel befinden sich auch heute noch historische Feuerspritzen und auf einer dieser Feuerspritze sind Feuereimer aus Leder mit der Aufschrift „Hebenshausen 1843“ abgelegt. Somit kann man davon ausgehen, dass die Feuerspritze aus Hebenshausen tatsächlich die Firma Henschel erreichte, aber nicht erhalten wurde.

Die Handdruckspritze der Feuerwehr Hebenshausen

Archivaliennummer 024001

Das Foto zeigt die Feuerspritze bei einer Übung auf dem Gelände des Rittergutes (Domäne) von Hebenshausen. Die Feuerspritze wurde hier zur Wasserförderung auf langer Wegstrecke eingesetzt, denn die Saugleitung liegt vor der Pumpe (unten links im großem Bild) und es sind nur Schläuche zur Wasserweiterleitung eingesetzt. Eine Saugleitung ist an dieser Stelle der Domäne, zwischen der ehemaligen Stellmacherei und Schweinestall, nicht möglich an einem offenem Gewässer einzusetzen.


Autor:
Lars Klein, November 2018

Quellen:
Foto der der Feuerwehrübung von Hermann Meier
Illustrationen von Bettina Zimmermann, www.tinazett.de

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